Aufstellungsarbeit im Einzelsetting
Manchmal wissen wir, DASS sich etwas verändern soll. Aber nicht, WAS uns eigentlich zurückhält.
Vielleicht kennst du das:
Du möchtest etwas verändern.
Du denkst darüber nach.
Du analysierst.
Du versuchst, eine Entscheidung zu treffen.
Und trotzdem kommst du nicht wirklich weiter.
Manchmal wissen wir mit dem Verstand sehr genau, was wir gerne verändern würden.
Und trotzdem hält uns etwas zurück.
Genau hier kann Aufstellungsarbeit einen neuen Blick ermöglichen.
Eine Aufstellung beginnt nicht erst mit dem Aufstellen
Bei mir beginnt die Aufstellungsarbeit bereits mit unserem Kennenlerngespräch.
Denn bevor wir etwas aufstellen, möchte ich dich und dein Anliegen verstehen.
Was führt dich zu mir?
Was beschäftigt dich gerade?
Was möchtest du verändern, verstehen oder für dich klären?
Und vielleicht noch wichtiger:
Was steckt hinter dem Thema, mit dem du zu mir kommst?
Nach unserem Kennenlerngespräch erhältst du einen persönlichen Fragebogen, den du in Ruhe zu Hause ausfüllen kannst.
Er hilft dir, dein Anliegen noch einmal aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und vielleicht auch Dinge wahrzunehmen, die im ersten Moment gar nicht im Vordergrund standen.
Denn manchmal kommen wir mit einem ganz konkreten Thema und beim genaueren Hinschauen zeigt sich, dass darunter noch etwas anderes liegt.
„Ich möchte endlich meinen Traumberuf leben.“ | „Warum kann ich mich nicht entscheiden?“ | „Warum gerate ich immer wieder in diese Beziehungsmuster?“ |
Kann beispielweise die Frage werden: | Wird vielleicht: | Kann die Frage entstehen: |
„Darf ich wirklich meinen eigenen Weg gehen?“ | „Wovor habe ich Angst, wenn ich mich entscheide?“ | „Was glaube ich eigentlich über mich selbst, wenn ich in Beziehung bin?“ |
Genau diese Tiefe ist für mich ein wichtiger Teil der Aufstellungsarbeit.
Vom Kennenlernen über den Fragebogen zur Aufstellung
Wenn wir uns zur Aufstellung treffen, gehen wir deinen Fragebogen gemeinsam durch.
Wir nehmen uns Zeit für dein Anliegen und schauen, was wirklich im Mittelpunkt stehen soll.
Erst danach entscheiden wir, was und wie aufgestellt wird.
Denn nicht jede Aufstellung braucht die gleiche Methode.
Je nach Thema arbeiten wir beispielsweise mit:
Figuren, einem Aufstellungsbrett, Symbolen, Bodenankern oder Positionen im Raum.
Du brauchst dafür keine Vorerfahrung.
Du musst nichts können und auch nichts „richtig“ machen.
Es geht darum, wahrzunehmen, was sich zeigt.
Denn manchmal können wir etwas mit Worten erklären, aber erst wenn es sichtbar vor uns liegt, verstehen wir wirklich, was dahintersteckt.
Was Menschen aus einer Aufstellung mitnehmen können
Jede Aufstellung ist anders.
Es gibt kein bestimmtes Ergebnis, das am Ende entstehen muss.
Manchmal ist es eine Entscheidung, die plötzlich klarer wird.
Manchmal ein Glaubenssatz, den man zum ersten Mal bewusst wahrnimmt.
Manchmal ein neuer Blick auf eine Beziehung.
Manchmal die Erkenntnis, dass man schon viel länger etwas trägt, das eigentlich gar nicht mehr zu einem gehört.
Und manchmal ist es etwas ganz Einfaches:
„Jetzt verstehe ich mich selbst ein bisschen besser.“
Eine Frau kam mit ihrem Wunsch nach Veränderung im Beruf.
Sie wusste schon lange, dass sie eigentlich etwas anderes machen wollte.
Ihren eigenen Weg.
Etwas, das wirklich zu ihr passte.
Aber gleichzeitig war da die Angst:
„Wer sagt denn, dass ich das kann?“
Im Kennenlerngespräch und im Fragebogen zeigte sich, dass es nicht nur um ihre berufliche Situation ging.
Es ging um Selbstwert, um Erwartungen, um die Angst zu scheitern, und um die Frage, ob sie sich selbst erlauben durfte, ihren eigenen Weg zu gehen.
In der Aufstellung wurden diese verschiedenen Aspekte sichtbar.
Am Ende sagte sie:
„Vielleicht muss ich mich gar nicht erst beweisen, um meinen Weg gehen zu dürfen.“
Die äußere Situation hatte sich nicht verändert, aber ihr Blick darauf. Und manchmal ist genau das der erste Schritt.
Eine andere Frau stand vor einer Entscheidung.
Bleiben oder gehen?
Ein beruflicher Weg, der Sicherheit gab, aber schon lange nicht mehr erfüllte.
Oder etwas Neues, das sich richtig anfühlte und gleichzeitig Angst machte.
Sie hatte die Entscheidung bereits unzählige Male im Kopf durchgespielt.
Im Fragebogen wurde deutlich, dass es um mehr ging als um die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten.
Was bedeutet Sicherheit für mich?
Was verliere ich, wenn ich gehe?
Was gewinne ich?
Welche Erwartungen anderer beeinflussen meine Entscheidung?
In der Aufstellung wurden die unterschiedlichen Möglichkeiten sichtbar und erlebbar.
Die Aufstellung nahm ihr die Entscheidung nicht ab.
Aber sie half ihr, ihre eigene Antwort wieder besser zu hören.
Eine Klientin kam mit einem Beziehungsthema.
Sie beschrieb ein Muster, das sie bereits kannte:
Sie wünschte sich Nähe.
Wenn jemand ihr wirklich nahekam, zog sie sich zurück.
Dann entstand Distanz.
Und irgendwann wieder die Sehnsucht nach Nähe.
Sie verstand dieses Muster längst.
Aber Verstehen allein hatte es noch nicht verändert.
In der Aufstellung konnten verschiedene innere Positionen sichtbar werden:
Die Sehnsucht nach Verbindung.
Die Angst vor Verletzlichkeit.
Der Wunsch nach Schutz.
Und schließlich der Teil in ihr, der sagte:
„Ich darf selbst entscheiden, wie viel Nähe sich für mich richtig anfühlt.“
Es ging nicht darum, einen Teil von ihr loszuwerden.
Es ging darum, ihn besser zu verstehen.